Der  steinige Weg

Ulf Herman - Die deutsche Wrestlinghoffnung

Ulf Herman, der mit bürgerlichem Namen Ulf Nadrowsky heißt, wurde am 04. April 1966 in Hildesheim geboren und lebt auch heute noch in dieser Gegend. Schon in frühen Jahren entdeckte Ulf seine Liebe zum Sport. So wurde er zum Beispiel Landesmeister im Schwimmen seiner Altersklasse. 

Er besuchte die Grundschule, dann die Oberschule, wechselte dann auf die Realschule und nach Abschluß dieser, auf die höhere Handelsschule in Hildesheim. 

Auch in anderen Sportarten ging Ulf auf. So waren da unter anderem Segeln, Skifahren, Leichtathletik, Schießen und Judo. Den ersten Kontakt zum Wrestling hatte Ulf mit 13 Jahren, als seine Eltern ihn damals zu einem Turnierabend in Hannover mitnahmen. Damals bestand noch das Jugendverbot, aber da er ziemlich groß gewachsen war, war es kein Problem, ihn in das Zelt zu bekommen. 

Das damalige Wrestling war damals ziemlich unterschiedlich zu dem, was wir heute kennen. Es bestand hauptsächlich aus Mattenringkampf, und es gab kaum Aktionen vom oder übers oberste Ringseil (sprich Highflying), doch von diesem Tag an, interessierte sich Ulf für das Wrestling. Doch es sollte ein langer Weg werden, bevor er  das erste Mal in den Ring steigen sollte.

Vom  Schwimmeister 

zum  Wrestler

Foto: Ulf als kleiner Fratz ;-) und Papa
Paul im Hintergrund           

Nach Abschluß der Handelsschule begann Ulf eine Ausbildung zum Schwimmeister, die er auch erfolgreich beendete. In dieser Zeit machte Ulf seine ersten Erfahrungen mit Krafttraining, da sein damaliger Chef Seniorenweltmeister im Gewichtheben war und die gesamte Belegschaft automatisch Gewichtheben machte. Während dieser Jahre besuchte er immer wieder das Turnier in Hannover und verfolgte US-Wrestling im Kabelfernsehen, so daß sich daraus eine stetige Begeisterung für das Wrestling entwickelte, anfangs von vielen belächelt, doch all jene wurden später eines besseren belehrt. 

1988 faßte Ulf den Entschluß, es einmal zu versuchen. Er fragte bei Peter William, dem Turnierleiter in Hannover nach, ob er es einmal versuchen könne. Gesagt, getan, drei Tage später wurde Ulf auf Herz und Nieren geprüft und wurde von Profis wie Franz Schuhmann, Steve Wright, dem Japaner Funako und anderen ca. eineinhalb Stunden auf den Kopf gestellt. Nach dieser ersten Begegnung mit der Wrestlingmaterie fragte man ihn, ob er es noch einmal versuchen wolle und ob er wieder käme. Er sagte ja, obwohl er kaum noch gehen konnte, eine offene Lippe und ein geschwollenes Auge hatte. Zwei Tage später das gleiche Spiel, aber Ulf ließ sich nicht klein kriegen. Nun war die Saison ja schon fast vorbei, und man einigte sich darauf, in Kontakt zu bleiben und im darauffolgenden Jahr mit dem Training zu beginnen.

Foto: Ulf (rechts) nach bestandener Schwimmeisterprüfung

Ulf  kündigte daraufhin seinen Job, um sich ganz dem Wrestling zu widmen. 

So traf sich Ulf dann wieder mit Peter William, und man einigte sich darauf, daß  Ulf seine Erfahrungen in kleinen Ligen und im Ausland machen solle.

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